Ultra Athlet

Train Smart.  Race Hard.



25.10.2015 34. Frankfurt Marathon


…ja wo laufen Sie denn (Marathon)???
Ende Oktober laufen Sie, und gemeint ist vor allem die Elite, in Frankfurt. Dieses Jahr umso mehr, wird hier doch auch gleichzeitig die Deutsche Meisterschaft ausgetragen.

Außerdem stehen natürlich auch noch gut 20.000 ambitionierte Amateure und „Jedermänner“  am Start…….  
….. und einer davon war ich.

Der Frankfurt Marathon bot mir eine gute Gelegenheit meine Saison für 2015 zu beenden. Leider war ich gesundheitlich nicht gerade in Top Form Die äußeren Bedingungen jedoch waren perfekt; ca. 10°C, trocken und windstill, daran lag es nicht.

So fand ich mich kurz vor 9 Uhr in der Festhalle wieder. Die eine Stunde mehr, dank der Zeitumstellung, hatte ich die Nacht gut gebrauchen können.
Das Prozedere vor dem Start ist bei jedem Wettkampf das Gleiche: 1-x Mal Toilette,  Umziehen, Startnummer befestigen, Chip an den Fuß,  noch mal alles überprüfen und dann den Kleiderbeutel abgeben.
Danach wenn möglich noch kurz etwas Warmlaufen. Auf dem Vorplatz war allerdings einiges los und bei 15 bis zum Start mussten heute ca. 400 m reichen.
Denn etwas Zeit muss man immer einplanen bis man sich dann durch die Menge in seinen Startblock „gepresst“ hat.
Start war vor der Messe/Festhalle an der Friedrich Erhard Anlage. Mein Startblock war der ASICS und somit direkt nach der Elite. Plötzlich ging alles ganz schnell. Kurz noch etwas Stimmung durch den Sprecher und schon hieß es „Ready, steady, go…..Schuss..!!???

Naja, diejenigen die nicht ganz vorne stehen bedeutet das, gehen, laufen, gehen, laufen, gehen….Matte passieren…laufen….
Und auch hier zeigte sich wieder, dass man immer zusehen sollte möglichst weit vorne zu starten. Zumindest wenn man das dort erforderliche Tempo auch gehen kann. Entweder ich bin meist zu defensiv oder andere Läufer trauen sich mehr zu als sie dann abrufen können. Jedenfalls die ersten Kilometer, und vor allem die ersten 500 m, steckte ich „im Stau“.  Die Zeit die man hier verliert, fehlen einem einfach später. Besonders, da man ja schneller könnte ohne das es einen weh tut. Stattdessen muss man kurze Sprints und Umwege über Bürgersteige etc. einlegen um an den langsameren Läufern vorbeizukommen. Dabei muss ich sagen, dass es in Berlin, trotz noch breiteren Straßen, noch schwerer war zu überholen. Dort waren einfach „Massen“ an Läufern.
So hieß es für mich erst mal „Ruhe bewahren“ und die Aussicht genießen. Die ersten Kilometer führten vorbei an der Taunusanlage und der ehemaligen Europäischen Zentralbank, weiter zurück auf die Mainzer Landstraße. Dort ging es vorbei an der Deutschen Bank wieder Richtung Messe um dann bei km 4 abermals die Ludwig Erhard Anlage zu passieren. Weiter geht es über die Senckenberganlage vorbei am gleichnamigen Senckenberg Museum –welches immer einen Besuch wert ist- und dem „alten“ Campus der J.W. Goethe Universität an der Bockenheimer Warte. Um dann über die Bockenheimer Landstraße sich wieder auf den Weg zur Oper zu begeben. Von der Oper führt die Strecke durch die Innenstadt, wobei man zum ersten Mal die Hauptwache, den Eschenheimer Turm und die Börse passiert um dann wieder über den Opernplatz auf den Reuterweg nach Norden abzubiegen. Bei km 10 erreicht man den zweiten Verpflegungspunkt und passiert den neuen Campus der J.W. Goethe Uni.  Nur um dann wieder zum Eschenheimer Turm zu laufen und ca. bei km 12,5 die Konstabler Wache zu streifen.  Auf der „Alte Brücke“ hat man einen tollen Blick auf die Skyline Frankfurts. Durch Sachsenhausen geht es weiter über die Kennedyalle Richtung ehemalige Galopp-Rennbahn. Dann durch Niederrad nach Schwanheim, hier erreicht man dann auch den Halbmarathonpunkt. Außerdem folgt kurz darauf einer der wenigen „Höhenmeter“ der Strecke infolge der Überquerung der  „Schwanheimer Brücke“. 
In Höchst erreicht man dann mit km 27 den westlichsten Punkt des Marathons. Dieser „Wendepunkt“ ist für mich mental immer ein Gradmesser. Noch bevor es durch den Stadtteil Nied geht und man dann auf die lange Mainzer Landstraße in Griesheim gelangt, zeigt sich bei mir schon in Höchst eine „Tendenz“ wie das Rennen für mich verläuft. Also noch bevor dem Sagenumwobenen km 30 der „Hammerman“ zuschlägt. Dieser Jahr lief es bis dato den Umständen entsprechend gut, das Tempo war konstant, zwar waren die Beine nicht mehr ganz so frisch, aber ansonsten hatte ich ein gutes Gefühl den Marathon in dem Tempo auch beenden zu können.
Nicht desto trotz ist die Mainzer Landstraße auch immer eine Herausforderung für Körper und vor allem für den Kopf , geht es hier auf einer breiten Straße fast 5 km nur geradeaus. Was den Eindruck man kommt nicht vom Fleck, oder man ist zu langsam verstärkt. Auch stehen hier kaum Zuschauer die einen mit Anfeuerungsrufen „ablenken“. Allerdings die „Fans“ die dort stehen geben meist alles ;-).
Kurz vor der Galluswarte biegt die Strecke bei km 34 kurz ab um das Europaviertel und die Messe zu streifen um danach wieder auf der Mainzer Landstraße in die Innenstadt zu führen. Hier erfolgt abermals die „Innenstadtschleife“ mit Hauptwache, Eschenheimer Tumr, Börse und Opernplatz. Hiernach stehen die letzten 2 km Richtung Ziel auf dem Programm.  Voll motiviert konnte ich mein Tempo noch mal etwas steigern um dann nach knapp 3:08 Stunden in der „Gudd Stubb“, außerhalb Frankfurts besser bekannt als Festhalle, die Ziellinie zu überschreiten. Die Stimmung auf den letzten 1000 Metern ist schon sagenhaft und die Festhalle ein wahrer Stimmungsherd.
Frankfurt bietet mit der Festhalle als Marathon Ziel schon ein emotionales Highlight! :-)

 

Mal sehen was 2016 so bringt…..
Eigentlich gehört der Frankfurt Marathon als Jahresabschluss fest auf die "Eventliste", gerade als Hesse ;-)