Ultra Athlet

Train Smart.  Race Hard.



21.08.2016 Düsseldorfer Unterbacher See Schwimmen - 3,3 km



Dieses Jahr ergab es sich eher durch Zufall, dass ich mich in Düsseldorf bei einer Veranstaltung im Freiwasserschwimmen wiederfand. Wasser – ein Element dem ich mich bekanntlich nicht so verbunden fühle. Was aber eher auf mangelndes oder nicht vorhandenes Training zurückzuführen ist. Und wenn man etwas nicht so gut kann, macht es bekanntlich auch nicht so viel Spaß. In Grunde habe ich aber nichts gegen das Schwimmen – ich bin halt nur nicht so gut darin.

Über einen guten Freund wurde ich sozusagen inoffiziell in die TG Neuss aufgenommen, auf jeden fall fühle ich mich dort inzwischen vom Herz her wie zu Hause. Da bot es sich an einen Besuch mit dem Start beim U-See Schwimmen zu verbinden. Und da ich mich so ungern in den Neo quetsche, und sich das demnach „lohnen“ sollte habe ich mich für die 3,3 km Strecke entschieden.

Als wir an dem Sonntag am Starbereich ankamen war es noch trocken, doch der Regen war schon im Anzug. Die Ausgabe der Startbeutel funktionierte reibungslos und ein Moderator gab sich schon am frühen Morgen sichtlich Mühe und sorgte für Stimmung.

Nach einer kurzen Wettkampfbesprechung und der Info wo es langgeht ging es auch schon ins Wasser. Es gab 2 Startgruppen die 5 Minuten zeitversetzt gestartet wurden. Mein Freund befand sich in der Ersten. Ich hatte mich wohlweislich für die Zweite eingeschrieben.

Das Wasser war mit ca. 21°C überraschend warm. Trotzdem friere ich im Wasser immer sehr leicht und dann bekomme ich Probleme mit der Atmung und alles wird leicht „panisch“. Nach dem Startschuss musste ich erst mal meinen Rhythmus finden. Das war dieses Jahr erst das vierte Mal, das ich überhaupt im Wasser war, und seit 3 Jahren mein Erstes Freiwasser-Event. Zum Glück hatte ich ja den Neo, da konnte ja nicht allzuviel schiefgehen ;-)

Trotzdem dauerte es eine Weile bis ich mich etwas angepasst hatte und die Koordination zufriedenstellend gelang. Ich versuchte auf 3er Zug zu schwimmen, aber mir viel das Ausatmen unter Wasser irgendwie schwerer als im Schwimmbecken. So war es meist ein 2er Zug und somit eine sehr einseitige Kopfdrehung. Wenigstens wechselte ich die Seiten ab und zu ab. Das Wasser war verhältnismäßig klar und man hatte nach unten auch noch etwas Sicht. Fische habe ich keine bemerkt. Die waren bei dem ganzen Trubel sicher in tiefere Bereiche abgetaucht. Was öfter mal in die Quere kam waren Pflanzen. Teilweise musste man sich regelrecht einen Weg durch diesen Planktonwald bahnen. Ich empfand es aber eher als Abwechslung denn als Ärgernis. Ich hatte es aber auch nicht eilig. Was ich schnell bemerkte war das mir die Arme schwer wurden und ich daher früh anfing den Schwimmzug abzufälschen. Also mit dem Armzug abzubrechen sobald es schwer wurde. Somit war mein Vortrieb natürlich nicht besonders groß. Dafür gelang es mir so die Distanz zu überbrücken. Am Ende hätte ich  in dieser Form auch noch weiter schwimmen können.
Ein weiteres Manko war das Problem mit der Orientierung. Ich kam öfter vom Kurs ab und somit schwamm ich am Ende 400m Meter als es eigentlich hätten sein sollen.

Während mein Freund schon als 10. aus dem Wasser kam, wurde es bei mir „etwas“ länger. Aber es war ja auch eine „Langdistanz“. Der Regen hatte bereits angefangen als ich meine letzten Meter noch zu schwimmen hatte. Im Wasser war das allerdings nicht schlimm. Einzig die Schwimmbrille begann zu beschlagen und das Wasser wurde etwas unruhiger mit dem Einsetzten des Regens. Aber Nass ist man ja eh schon.

Aufgrund des Regenschauers, machten wir uns nach dem Ziel schnell auf die Rückreise. Was schade war, denn ansonsten hätte man vor Ort noch etwas Party machen können.
Naja vlt. das nächste Mal, und evlt. Gehe ich davor auch etwas öfter schwimmen, damit das Ganze dann doch etwas schneller von Statten geht als dieses Jahr.